Charlottenburg-Wilmersdorf

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Charlottenburg-Wilmersdorf ist der vierte Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 326.354 Einwohner per 31. Dezember 2014. Der Bezirk gilt heute als eher bürgerlicher Wohnbezirk und weist nach dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf die zweithöchste Sozialstruktur aller zwölf Berliner Bezirke auf.

Der Bereich um den Kurfürstendamm nimmt als „City West“ neben der historischen Mitte Zentrumsfunktionen für ganz Berlin wahr. Nennenswerte im Bezirk gelegene Institutionen sind unter anderem die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Deutsche Oper Berlin, das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Berliner Olympiastadion.

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. Neben den dicht besiedelten Ortsteilen Wilmersdorf (Rang 7 in Berlin), Charlottenburg und Halensee (Rang 11 und 12) liegt Grunewald, einer der am dünnsten besiedelten Ortsteile Berlins. Im Ortsteil Grunewald leben drei Prozent der Bevölkerung des Bezirks auf mehr als einem Drittel der Gesamtfläche des Bezirks, allerdings entfallen rund 85 Prozent der Fläche des Ortsteils auf den (unbewohnten) Forst Grunewald und Wasserflächen. Zwei Drittel der Bevölkerung des Bezirks lebt in Charlottenburg und Wilmersdorf. Halensee ist nach dem Hansaviertel der zweitkleinste Ortsteil Berlins, während der Ortsteil Grunewald zu den größten zählt.

Charlottenburg-Wilmersdorf gilt als eher bürgerlicher Bezirk. Per 31. Dezember 2014 zählte der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf 326.354 Einwohner auf einer Fläche von 64,7 Quadratkilometern. Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 5.043 Einwohnern pro Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2012 lag der Ausländeranteil bei 20,2 Prozent, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 36,0 Prozent lag. Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 10,7 Prozent. Am 31. Dezember 2012 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 45,7 Jahre

Charlottenburg

Hervorgegangen aus der Gemeinde Lietzenburg (ursprünglich: Lietzow), auf deren Territorium zu Ehren von Königin Sophie Charlotte das Schloss Charlottenburg errichtet und 1705 die Stadt Charlottenburg gegründet wurde. Bis zur Eingemeindung zu Groß-Berlin im Jahr 1920 entwickelte sich Charlottenburg zur reichsten Stadt Preußens

Wilmersdorf

Gegründet wurde der heutige Ortsteil nach 1220. Mitte des 18. Jahrhunderts erwarben die ersten Berliner Bürger Land und Bauernhäuser im damaligen Deutsch-Wilmersdorf und richteten Sommersitze in der Wilhelmsaue ein. Mit dem 1. April 1907 schied Wilmersdorf aus dem Kreis Teltow aus und wurde ein selbstständiger Stadtkreis. Ab 1912 führte die Stadt die Bezeichnung Berlin-Wilmersdorf. Zum 1. Oktober 1920 wurde die Großstadt nach Groß-Berlin eingemeindet.

Das Wappen wurde aus den bisherigen eigenen Wappen der Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf erstellt. Das untere Feld des geteilten Schildes zeigt ein schwebendes blaues gezinntes Burgtor mit aufgezogenem schwarzen Fallgatter im Durchgang des Mittelbaus. Dieses Element Charlottenburgs hat einige geschichtliche Details – der vordere Turm symbolisiert das Königreich Preußen mit dem auflegten Schild mit preußische Adler und der schwarz-weißen Flagge, während der hintere Turm für das Haus Hannover steht, mit dem springenden Ross und der weiß-roten Flagge. Das Element des Schlosses Charlottenburg wurde um die drei blau-silberfarbenen Lilien angereichert, die aus dem Wappen des Bezirks Wilmersdorf entlehnt wurden – diese Elemente verweisen dabei auf die Gründer von Wilmersdorf aus dem 1802 ausgestorbenen Geschlecht derer von Wilmersdorf. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

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