Lichtenberg

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Lichtenberg ist der elfte Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 268.465 Einwohner per 30. November 2014. Er entstand 2001 durch die Fusion der bis dahin eigenständigen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen.

Hohenschönhausen und Lichtenberg waren zu DDR-Zeiten Stadtbezirke in Ost-Berlin. Alle Ortsteile des heutigen Bezirks gehören seit der Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920 zum Berliner Stadtgebiet, darunter der namensgebende Ortsteil Lichtenberg.

Der Bezirk besteht aus zehn Ortsteilen. Die heutigen Ortsteile Lichtenberg, Friedrichsfelde, Karlshorst, Rummelsburg und Fennpfuhl gehörten bis zur Bezirksfusion 2001 zum damals eigenständigen Stadtbezirk Lichtenberg. Die heutigen Ortsteile Alt-Hohenschönhausen, Neu-Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg und Malchow bildeten von 1985 bis 2001 den eigenständigen Berliner Bezirk Hohenschönhausen.

Der heutige Verwaltungsbezirk Lichtenberg entstand durch Zusammenlegung von mehreren historisch lange Zeit voneinander unabhängigen Dörfern und Stadtteilen. Das eigentliche Dorf Lichtenberg, seit dem 21. Jahrhundert auch als Alt-Lichtenberg bezeichnet, ist nur eine dieser Siedlungen. Zu den weiteren ehemaligen Dörfern im Bezirk Lichtenberg zählen Friedrichsfelde, Hohenschönhausen, Falkenberg und Malchow. Viele Ortsteile des Verwaltungsbezirks Lichtenberg tragen die Namen dieser Dörfer.

Per 30. November 2014 zählte der Bezirk Lichtenberg 268.465 Einwohner auf einer Fläche von 52,3 Quadratkilometern. Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 5.134 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 11,2 Prozent. Am 31. Dezember 2012 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 43,3 Jahre.

Am 31. Dezember 2012 lag der Ausländeranteil bei 8,5 Prozent, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 16,1 Prozent lag. Der Anteil ist im Vergleich zu den West-Berliner Bezirken sehr gering, allerdings ist es der höchste Anteil in Ost-Berlin. Zusätzlich variiert die Anzahl der Migranten zwischen den verschiedenen Ortsteilen: So haben im nördlich gelegenen Hohenschönhausen lediglich 3,5 Prozent einen Migrationshintergrund, während im südlichen Ortsteil Lichtenberg rund 25 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund aufweisen. Die größten ausländischen Herkunftsländer stellen die Staaten der ehemaligen Sowjetunion dar, von denen die meisten Aussiedler bzw. Russlanddeutsche sind. Die zweitgrößte Gruppe bilden Südostasiaten, vornehmlich Vietnamesen. Rund 15 Prozent der Schüler an Lichtenberger Gymnasien haben einen vietnamesischen Migrationshintergrund. Des Weiteren gibt es einen vermehrten Zuzug von Menschen mit muslimischen Wurzeln. So entstammten am 30. Juni 2011 rund 8.800 Einwohner (3,3 Prozent der Bevölkerung des Bezirks) einem muslimischen bzw. nahöstlichen Land. Damit hat der Bezirk den höchsten Anteil an Muslimen in Ost-Berlin (zum Vergleich: Marzahn-Hellersdorf: 3,0 Prozent, Pankow: 1,5 Prozent, Treptow-Köpenick: 1,4 Prozent).

Das quergeteilte Schild zeigt im oberen Feld Elemente aus dem ehemaligen Bezirkswappen Lichtenbergs und im unteren Feld Elemente aus dem Bezirkswappen Hohenschönhausens. Das obere Feld mit der Sonne hinter dem Berg verweist auf die erhöht gelegene helle Lichtung, die dem Bezirk den Namen gab. Das untere Feld mit den drei Ähren symbolisiert die mit dem Bezirk Hohenschönhausen eingebrachten drei historischen Dörfer Malchow, Wartenberg und Falkenberg. Das Blau des unteren Feldes greift das blaue Wellenband des alten Lichtenberger Wappens auf und verweist damit auf die Lage am Rummelsburger See und dem Spreeufer. Das Grün und die Bäume im oberen Feld sind Ausdruck des Waldreichtums. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

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